V :: Maja Vieli-Bisig

Maja Vieli-Bisig ist nicht nur Malerin, sondern auch Musikerin. Ihre Werke sind als eine Auseinandersetzung mit den musikalischen Gesetzmässigkeiten sowie deren Überführung in den Bereich des Sichtbaren zu verstehen. Sie steht damit in einer Tradition, die bis an den Anfang des 20. Jahrhunderts zurückreicht, nämlich in der Tradition einer Strömung in der Malerei, in Musik und bildender Kunst analoge Gesetzmässigkeiten zu sehen. Maja Vieli-Bisigs Arbeiten zeugen von der gelungenen Umsetzung eines musikalisch-farblichen Systems in ein konkretes künstlerisches Werk.

Maja Vieli-Bisig schichtet die Farbe des Grundtons und der jeweiligen Obertöne lasierend übereinander. In ihren neueren Arbeiten kommen noch verschiedene Strukturen hinzu. So erreichen die Bilder eine Tiefe, die vom Betrachtenden Ruhe und Zeit erfordern, um sie in ihrer ganzen Vielfalt erfassen zu können.

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Biografie

1951 geboren in Zürich

1970–1971
Vorkurs der Schule für Gestaltung, Zürich

1973–1975
Besuch der F+F Schule für experimentelle Gestaltung, Zürich Gleichzeitig Ausbildung zur Lehrerin für klassische Gitarre

ab1975
Unterrichtstätigkeit an der Jugendmusikschule der Stadt Zürich

ab 1989
Intensive Auseinandersetzung mit dem Phänomen „Farbe-Klang“ und dessen Umsetzung in Acrylbilder

seit 1991
freischaffende Künstlerin
Es entstehen Acryl- und Farbstiftarbeiten, welche die Beziehung Ton-Oberton-Farbe zum Thema haben. Stimmbildung und Ausbildung in freier Improvisation. Auftritte mit improvisierter Musik in verschiedenen Formationen.

Maja Vieli, "c" aufgehellt, Farbstift auf Papier, 2005, 20 x 20cm

Solo Shows / Einzelausstellungen

 

2013
Solo Show, ART FORUM UTE BARTH, Zürich

2012
Winter Group Show, ART FORUM UTE BARTH, Zürich
Kunst 12, 18th International Contemporary Art Fair Zurich

2011
Galerie Zimmermannhaus, Brugg
(mit Michael Eul)
Winter Group Show, ART FORUM UTE BARTH, Zürich

2010
„Frisch“, Visarte, Zürich

2008
„Der Raum ist ein Schwärmen in den Augen, die Zeit ein
Singen in den Ohren.“, Galerie Schlégl, Zürich (mit Nelly Rudin)

2007
Galerie Zimmermannhaus, Brugg
(mit Ruth Senn)

2005
Kunstsalon Wilde Gans, Berlin

2004
Galerie Zimmermannhaus, Brugg
(mit Gido Wiederkehr)

2001
Galerie Schlégl, Zürich
(mit Hans Jörg Glattfelder)
Galerie Zimmermannhaus, Brugg
(mit müller-emil)

1998
Galerie Schlégl, Zürich

1995
Galerie Stadt-Mühle, Bern

1994
Galerie Ruth Allemann, Zürich

1993
Galerie Ruth Allemann, Zürich

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Gruppenausstellungen (Auswahl)

2014
Now, ART FORUM UTE BARTH
Kunst 14 Zürich
Sarah Plimpton mit Maja Vieli-Bisig und Hans Schnorf, ART FORUM UTE BARTH, Zürich

2011/12
Winter Group Show, ART FORUM UTE BARTH, Zürich

2010
Summer Special, Galerie Schlégl, Zürich

2006
TAKE OFF, Hebel 121, Basel
„35“, Galerie Schlégl, Zürich

2003
Concrete Reality and Reflection
Part III, Galerie Schlégl, Zürich

2000 – 2001
Universalkasten, Edition Howeg,
verschiedene Galerien und Museen
in Europa

1999
Im Gedenken an Camille Graeser,
Galerie Schlégl, Zürich

1996
Concrete Reality and Reflection
Part II, Galerie Schlégl, Zürich

1994
46 x Zweidimensional, Haus für
konstruktive und konkrete Kunst, Zürich

1992
Galerie Ruth Allemann, Zürich

Publikationen/Rezensionen

Ingrid Textor, „Geist und Gefühl in harmonischer Balance. Arbeiten auf Papier im Blickfeld“, in: Handelszeitung, Nr.21, 24. Mai 1995. Maja Vieli: Handelszeitung

„Ausstellung Maja Vieli-Bisig vom 8. Sep.-29. Sep. 1995, Stadtmühle-Galerie“, in: Matte-Zytig, September 1995. Maja Vieli: Mattezytig

„Maja Vieli-Bisig“, in: Kunstvorschau, Nr. 5/Jahrg. 1, September 1995. Maja Vieli: Kunstvorschau

„Klingende Farben“, in: Der Bund, 146. Jahrgang/ Nr. 218, 19. September 1995. Maja Vieli: Der Bund

„Maja Vieli-Bisig. Galerie Istvàn Schlégl“, in: TA Züritips, 18.-24. September 1998.

Katalog „Maja Vieli Bisig“, hrsg. von Galerie Schlégl Zürich, mit Text von Martin Kraft, 1998.

„Gesellschaft_Sammlerinnen“, in: Meyers, Nr.24, 15. Juni 2000. Maja Vieli: Meyer’s

Annelise Zwez, „Blicke mit angehaltenem Atem“, in: Kulturmagazin Live der Aargauer Zeitung, 7.-13. Juni 2001. Maja Vieli: Aargauer Zeitung

„Viertes Aargauer Galerie-Projekt“, in: Kunst-Bulletin, Juni 2001.

Lynne Faulstroh, „Dimensionen der Zeit im Erwachen der Farben“, in: Aargauer Zeitung, 12. Juni 2001.  Maja Vieli: AargauerZeitung II

„Die Zeit gleichzeitig“, in: General-Anzeiger, 15. Juni 2001. Maja Vieli: General Anzeiger

„Ausloten von Farbtönen und Tonfarben“, in: Aargauer Zeitung, 1. Mai 2004. Maja Vieli: Aargauer Zeitung III

Lynne Faulstroh, „Energie aus den Farben an die Oberfläche holen“, General-Anzeiger, 30. April 2004. Maja Vieli: General Anzeiger II

Agnes Jäggi, „Malerei, die von der Musik ausgeht“, in: Aargauer Zeitung, 30. April 2007. Maja Vieli, Aargauer Zeitung IV

Esther Meier, „Vielschichtige Farbigkeit“, in: General-Anzeiger, Nr. 17, 26. April 2007. Maja Vieli: General Anzeiger III

Elisabeth Feller, „Zwei verschiedene Welten, die mühelos zusammenfinden“, in: Aargauer Zeitung, 1. Juni 2011. Maja Vieli: Aargauer Zeitung V

 

 

Das Buch, das Maja Vieli inspiriert hat:

August Aeppli (1915-1954), Lebens-Ordnungen. Farbe, Ton, Form als Offenbarung.
Thalwil: Oesch, 1944

August Aeppli - Lebens-Ordnungen

Aeppli beschreibt Zusammenhänge zwischen Tönen/Intervallen/Akkorden/Tonarten und Farben. Beim Lesen sind musiktheoretische Kenntnisse von Vorteil, vor allem, was die Intervallstruktur von Skalen und Akkorden betrifft. Er hat ausführliche Forschungen betrieben und ein eigenes System entwickelt, das die Zusammenhänge zwischen Tönen und Farben erklärt.

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