Ausstellungen 2013

Winter Group Show

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5. Dezember 2012 – 24. Januar 2014

Die Galerie zeigt eine Auswahl von im Jahr 2013 besonders herausstechende Werke und ganz neue Positionen.

Die ausgewählten Künstler sind: Maria Eitle-Vozar (Zürich, Objekte im Garten), Ute Haecker (Berlin, Wandobjekte), Meike Entenmann (Köln, Objekte), Dieter Kränzlein (Stuttgart, Skulpturen), Susanna Niederer (Zürich, Skulpturen), Iryna Pryval (München, Objekte), Esther Roth (Zürich, Zeichnungen und Objekte), Vera Rothamel (Zürich/Luzern, Gemälde und Grafik), Hans Schnorf (Zürich, Gemälde), Hans Thomann (St. Gallen, Skulpturen und Objekte), Judith Trepp (Zürich, Gemälde), Verena Vanoli (Innerschweiz, Skulpturen), Jan Voss (Paris, Gemälde und Arbeiten auf Papier) und Maja Vieli-Bisig (Zürich, Arbeiten auf Papier). Die aktuelle Ausstellung widerspiegelt konsequent das Galerie-Programm: anspruchsvolle Kunst – aufbauend auf der Klassischen Moderne. Gezeigt werden Gemälde, Arbeiten auf Papier und vor allem auch Skulpturen.

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Soloshow in der Galerie ART FORUM UTE BARTH, 26. Oktober bis 23. November 2013

Maja Vieli-Bisig

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Am Galerienwochenende der Stadt Zürich eröffnet die Galerie ART FORUM UTE BARTH die Soloshow der Zürcher Künstlerin Maja Vieli-Bisig.

Maja Vieli-Bisig ist nicht nur Künstlerin sondern auch Musikerin. Sie malt Bilder, die von der Musik ausgehen. Jedoch nicht auf eine intuitive Art und Weise sondern auf der Grundlage gleicher Gesetzmässigkeiten von Musik und Malerei. Mit der Verbindung von Musik und Farbe steht sie in einer Kunst-Tradition, die bis in die Anfänge des 20. Jahrhunderts zurückreicht.

Schon in der Biographie von Maja Vieli-Bisig lassen sich ihre heutigen Ansätze erkennen. Bis 1975 besuchte sie die F + F Schule für experimentelle Gestaltung in Zürich. Gleichzeitig absolvierte sie die Ausbildung zur Lehrerin der klassischen Gitarre und unterrichtete lange an der Jugendmusikschule Zürich. Seit 1991 widmet sie sich vollumfänglich der Kunst, welche sie auf ihrer zweiten Leidenschaft, der Musik, basiert.

Auf den ersten Blick werden die Bilder von Maja Vieli-Bisig in die monochrome Farbfeldmalerei eingeordnet. Erst bei näherer Betrachtung werden die bildenden Strukturen erkannt, welche den Bildern Tiefe und Raum verleihen.

Wegweisende Impulse gab Maja Vieli-Bisig das Buch „Lebensordnungen. Farbe, Form, Ton als Offenbarung“ von August Aeppli. Dieses kann jedoch nicht als eine Art Leseanweisung für Maja Vieli-Bisig’s Bilder gelten. Der  Theorie von Aeppli entsprechend, unterstreichen ihre Bilder das Gemeinsame von Farbe und Ton. Beides sind Elemente, die auf Schwingungen basieren. Dieses System bildet den ordnenden Rahmen für Maja Vieli-Bisig‘s Schaffen, der jedoch nicht einengt, sonder viel Raum eröffnet. Wie der Ton innerhalb eines Systems genau fixiert ist und – je nach Instrument – dennoch ganz unterschiedlich klingen kann, ist auch die Farbwirkung in den Gemälden wandelbar. Sämtliche Arbeiten von Maja Vieli-Bisig erhalten so eine individuelle Intensität und Tiefe.

Im Bleistift-Zyklus „Grundrisse“ wird eine witzige und humorvolle Seite der Künstlerin sichtbar. Aufrisse von Schachteln und Verpackungen, eins zu eins umgesetzt, kommen uns irgendwie bekannt vor, überraschen und verwirren zugleich und regen zum Assoziieren an. Anhand der formalen Verfremdung bekannter Alltagsgegenstände thematisiert Maja Vieli-Bisig so Grenzen zwischen Fülle und Leere, Abstraktion und Gegenständlichkeit.

Wie jedes Jahr bietet die Galerie ART FORUM UTE BARTH an der  internationalen Kunstmesse Kunst 13 Zürich spannende Einblicke in das Galerienprogramm. Auch Arbeiten von Maja Vieli-Bisig und den anderen Galerie-Künstlern sind dort zu sehen. Als Highlight dieses Jahres präsentiert die Galeristin Ute Barth zusätzlich mit einer One-Person-Show den Künstler Hans Schnorf.

Die Galerie ART FORUM UTE BARTH zeigt an der Messe ausgewählte zeitgenössische Künstler in direktem Dialog mit Künstlern der Klassischen Moderne. Zudem werden neben bereits weit bekannten Künstlern wie Dieter Kränzlein, Judith Trepp, Maria Eitle-Vozar, Esther Roth, Peter Wechsler, Lucia Coray, Hans Thomann oder Susanna Niederer auch aufstrebende NachwuchskünstlerInnen wie zum Beispiel Iryna Pryval vorgestellt. Die so entstehenden Gegensätze werden bewusst inszeniert und führen zu einer neuen, unverbrauchten Betrachtung von Kunst.

PublikationVieli

Zur Solo-Show von Maja Vieli-Bisig erscheint ein Postkarten-Katalog (12 Postkarten und Text) Preis CHF 30.-)
Text: Simone Kobler, Edition ART FORUM UTE BARTH, Zürich
EAN  7 629999 021105 >

Vorzugsausgabe mit 1 Originalzeichnung (Auflage 12 Ex.)  Preis CHF 350.-
Bestellen können Sie den Katalog
bei info@utebarth.com oder Tel. +41 44 3802711

Konzerte mit Maja Vieli-Bisig

Donnerstag, 21. November 18 Uhr
Konzert in der Galerie ART FORUM UTE BARTH
Freie Improvisation mit Maja Vieli (Stimme), Jerry Rojas (Guitars) und Daniel Bisig (generative Videos)

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Transparent

Die Vernissage findet am Donnerstag, 29.8.2013, 17 – 20 Uhr statt

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Ausstellung zur Saisoneröffnung der Zürcher Galerien Innenstadt

vom 29. August bis 28. September 2013, in der Galerie von Ute Barth
mit Kunstwerken aus Glas, Acrylharz und Papier, Objekten, Installationen von anerkannten Künstlern aus der Schweiz, Deutschland, Österreich und Griechenland.

Zur Saisoneröffnung der Zürcher Galerien der Innenstadt lädt die Galerie ART FORUM UTE BARTH  zum Galerie-Fest in den sommerlichen Skulpturen-Garten. Eröffnet wird die Ausstellung zum Thema „TRANSPARENT“. Gezeigt werden ausgewählte Arbeiten von Maria Eitle-Vozar (Schweiz), Meike Entenmann (Deuschland), Dieter Kränzlein (Deutschland), Susanna Niederer (Schweiz), Vera Rothamel (Schweiz), Costas Varotsos (Griechenland) und Peter Wechsler (Österreich). Sie alle beschäftigen sich schon seit langem mit Sichtbarkeit und der (Un)Möglichkeit transparenter Kunst.

Das Wort TRANSPARENT steht – nicht nur in der Kunst – für differenzierte Qualitäten von Durchsicht. Transparenz wird erwünscht und schliesst Verborgenes aus. In unserer heutigen Umgebung stellen transparente Materialien blickdichtes Material in den Schatten. Angestrebt werden grosse Fenster, lichtdurchflutete Häuser und gläserne Fassaden. Die Kunst widerspiegelt den Wunsch nach allgegenwärtiger Transparenz aktueller denn je. Die Group Show im ART FORUM UTE BARTH vereint verschiedene künstlerische Auseinandersetzungen mit der Thematik und zeigt, wie breit in der aktuellen Kunstszene mit Transparenz gearbeitet wird.

Zu den einzelnen ausstellenden Künstlern:

Maria Eitle-Vozar wurde von dem Buch „Unsichtbare Städte“ von Italo Calvino inspiriert. Die entstandenen Türme mit Acrylglas-Scheiben wachsen schräg und unregelmässig in den Himmel. Die „unsichtbaren“, transparenten Türme sind wie Erinnerungen. Sie ragen aus dem versunkenen Stadtpanorama heraus. Sie sind aus durchsichtigen Scheiben gebaut und bleiben dennoch geschlossen und beständig. Sie sind fast nicht sichbar und doch da. > Mehr Informationen

Die neue Werkreihe von Meike Entenmann spielt mit Nähten die in schmalen Strängen singulär in transparentes Kunstharz eingegossen sind. Rote Nähte, die sich in wellenartigen Linien mal verdichtend und mal lösend von oben nach unten bewegen und sich schließlich in einem farbintensiven Quast als tropfenartiger Abschluss bündeln.

Zusammen mit dem Titel „Getropfte Gedanken“ assoziiert das Werk den Verlauf von Gedankensträngen, einem Spiel aus innerlich ablaufenden Prozessen und unterschiedlichen Verläufen, die sich mal annähern, mal voneinander entfernen, Suche und Zielstrebigkeit ausdrücken und schließlich gebündelt und wirkungsvoll nach Aussen an die Oberfläche treten. Ein ungewöhnlicher künstlerischer Blickwinkel auf unsere Gedankenwelten, denen unsere Entscheidungen zugrunde liegen und die unsere Handlungen formen. Mehr Informationen  > Wikipedia

Die steinernen Skulpturen von Dieter Kränzlein sind weit bekannt. Die neu entstandene Serie aus Kunststoff überrascht. Ähnlich in der Formfindung wie ihre steinernen Vorgänger verblüffen die Acrylglas-Skulpturen mit ihrer völlig andersartigen Raumwirkung. Aus gegossenem Kunstharz bestehend schimmern die kompakten Formen wie Eis. Damit greifen sie eine Art von Transparenz auf, wie sie in der Natur gefunden und kaum festgehalten werden kann.  > mehr Informationen  > Wikipedia

Auch bei Susanna Niederer, die gerade von einer Ausstellung in Japan zurück ist,  ist Transparenz im Zusammenhang mit Ellipsen ein immer wieder kehrendes Thema. Sie zeigt grossformatige, ruhige – fast meditative Papierarbeiten.  > Mehr Informationen

Vera Rothamel, die gerade auch in der Kunsthalle Luzern zu sehen ist, ist zum ersten Mal zu Gast in der Galerie von Ute Barth. Die in Zürich lebende Luzernerin arbeitet seit einigen Jahren an der Thematik von Durchsicht und der dadurch möglichen Vielschichtigkeit. Zum geplanten Übereinanderlagern beliebig vieler durchsichtiger PVC-Folien kommt der Zufall hinzu. Durch Bewegen der Bildflächen entstehen ungeplante Farbformationen. Diese ergänzt die Künstlerin mit Akzenten und setzt Formen, die entfernt an Blumen und Blüten erinnern. Die Durchsichtigkeit ist Grundlage der Formen und Farben, die sich Schicht für Schicht überlagern, verdecken und wieder freigeben.  > Mehr Informationen  > SI (aktuelll)

Ebenfalls zu Gast in der Ausstellung TRANSPARENT ist der in Griechenland lebende und arbeitende Bildhauer Costas Varotsos, der für seine riesengrossen Glas-Skulpturen in freier Natur berühmt ist. Varotsos war bereits für Italien und Griechenland an der Biennale in Venedig vertreten.
Er arbeitet vorwiegend mit Glas, Stahl und Stein. Die intensive Energie, welche das Mineral Glas ausstrahlt sowie die Transparenz, mit welcher Glas das Licht durchströmen lässt, faszinieren ihn. Die gezeigten Skulpuren für den Innenbereich sind kombiniert mit Metall, welches dem Glas den Weg zu weisen scheint.   > Mehr Informationen (englisch)  > YouTube   > Wikipedia

Das ganze letzte Jahr hat sich Peter Wechsler dem Glas gewidmet.  Der Herstellungsprozess wurde

von ihm nach historischen Vorbildern entwickelt. Die Weissglas-Platten bearbeitet er exakt mit dem Diamantschreiber und färbt sie mit Emailfarbe (Schwarz, Weiß, Gelb, Rot und Blau) ein. So erreicht er bei der Transparenz von Glas einen verblüffenden Höhepunkt und macht sie zu einem essentiellen Bestandteil seiner Objekte. Mehrere bearbeitet Glasplatten werden hintereinander gestellt und ergeben so ein variables Wandbild oder Objekt. Es entfaltet sich eine in die Weite gestaffelte Tiefe, die durch das Verschieben der Gläser auch verändert werden kann.  > Mehr Informationen

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Galerie ART FORUM UTE BARTH, Zürich vom 30. Mai bis 6. Juli 2013

Blau

BARTH EITLE Wellen

Pierre Alechinsky, Ursula Baur, Francis Bott, Maria Eitle-Vozar, Esther Roth, Hans Schnorf und Hans Thomann

Nachdem Ute Barth im Jahr 2000 „die BLAUE Ausstellung“ gezeigt hat, wo unter anderem Francis Bott, Pierre Alechinsky, aber auch Yves Klein vertreten waren, folgt nun die zweite Ausstellung zur Thematik der kühlen, tiefgründigen Farbe, die erwiesenermassen die Lieblingsfarbe von vielen Menschen ist.

Gezeigt werden Gemälde und Skulpturen der bekannten Künstler Pierre Alechinsky, Francis Bott, Maria Eitle-Vozar, Esther Roth und Hans Schnorf. Ursula Baur und Hans Thomann werden zum ersten Mal in den Galerieräumen des ART FORUM UTE BARTH ausstellen und bringen neue – teils ironische – Frage-stellungen zum Thema BLAU mit ein.

Wie BLAU vielfältig Hoffnung, Sehnsucht oder Melancholie ausdrückt, so differenziert wird auch in dieser Group Show dem Thema begegnet: BLAU als Farbe, als Stimmung, als Medikament oder Süssigkeit.
Eine Farbe – aber bunt.

Pierre Alechinsky (*1927 Brüssel, lebt und arbeitet in Bougival, Paris) gilt heute als einer der grossen noch lebenden „Klassiker“ des 20. Jahrhunderts. Als Mitbegründer der CoBrA-Gruppe in den 60er Jahren hat er – und gibt heute noch – entscheidende Impulse für die zeitgenössische Malerei. Pierre Alechinsky malt nicht nur, er ‚erzählt‘ Bilder und Geschichten durch seine eigenständige Kombination aus Bild, Form und  Text. Das Schaffen Alechinsky zeichnet sich durch eine ausdrucksstarke Linienführung aus. Die Bilder laden mit fabelhaften, skurrilen Wesen zum Entdecken ein. Die Farbe Blau ist wichtig bei ihm und die Farbkombinationen überraschen, brüskieren und verwundern.

Ursula Baur (*1944 Oensingen SO, lebt und arbeitet in Zürich) entwickelt ihre künstlerischen Arbeiten in der Auseinandersetzung mit verschiedenen Materialien, unter anderem mit Fäden, Sisal oder Stoff. Durchbrochene Kugeln und Schalenformen, die an Metamorphosen von Pflanzen erinnern, wirken in Kombination mit der Farbe Blau geheimnis- und verheissungsvoll. Ursula Baur arbeitet mit Farbpigmenten und Epoxidharz.

Francis Bott (1904 Franfurt am Main – 1998 Lugano) ist ein wichtiger Vertreter der École de Paris. Zu Beginn und zum Ende seiner Karriere arbeitet er surreal, in der Mitte seines Schaffens ist er bekannt für seine geometrischen und tachistischen Abstraktionen. Sein konzentrierter Farbauftrag mit dem Spachtel machten seine Werke berühmt. Im Zusammenhang mit seinen abstrakten Bildern ist er bekannt für sein kräftiges Blau, sodass man heute sogar von „Bott-Blau“ spricht.

Maria Eitle-Vozar (*1952 Kosice, lebt und arbeitet in Zürich) erschuf aus der Thematik BLAU einen Werkzyklus zum Thema Nordsee. Sie zeigt Wellen, Bohrtürme und Bohrkerne. Wie bei den immer wieder- kehrenden Motiven wie Leitern, Wasserspeichern und  Kartenhäusern geht es auch hier um Stabilität, Zerbrechlichkeit und Verletzlichkeit, den Menschen in der Natur und in seiner Geschichte. Die Wellen in Raku-Technik sind abstrahiert zu kleinen kompakten Einheiten, die sich nebeneinander auslegen und sogar stapeln lassen. Die „Bohrinseln“ sind abstrakte Bronzeskulpturen,  prägend für das Bild der Nordsee und ein Sinnbild für die Kraft und Energie, die der Mensch der Erde entnimmt und die sein Umfeld prägt.

Der Stil von Esther Roth (*1943 Zürich, lebt und arbeitet in Zürich) hat sich langsam aber stetig von einer plakativen, gestischen Malerei hin zu einem von Ruhe und Regelmässigkeit geprägten Ausdruck entwickelt.  Gleich einem „Rückzug der Sinne in die Einfachheit der sich wiederholenden Bewegungen“, beschreibt Esther Roth  ihre Werke. Sie liebt das Spiel mit Material, Farbe und Form und schafft dabei ruhige, bewegende Kunstwerke.

Den leichtesten Zugang zu den Bildern von Hans Schnorf (*1961 Meilen, lebt und arbeitet in Zürich) findet man, so sagt dies der Künstler selbst, wenn man sich darin verliert. Ein bisschen so, wie wenn man einem Gedanken nachhangen würde oder in die Stille horcht. In den Bildern geht es um Raum, Weite und Stille. Sie sind Antworten auf die heute allgegenwärtige Flut von Bildern und Tönen.

Hans Thomann (*1957 Uzwil, lebt und arbeitet in St. Gallen), der bei Mario Merz in Salzburg studiert hat und renommierte Preise im In- und Ausland gewonnen hat, beschäftigt sich mit der Frage nach der Selbstrepräsentation und Wahrnehmung des Menschen. Hans Thomann zeigt in der Ausstellung neue Werke aus dem Jahr 2013 aus der Serie „Bei Risiken und Nebenwirkungen“. Ähnlich wie Damian Hirst greift Thomann sozialkritisch auf Medikamente als Darstellungsmittel zurück. Thomann giesst neben Viagra und Valium auch Smarties in Epoxydharz. Dass die blauen Pastillen lecker wirken, täuscht über die Tatsache hinweg, dass im Hintergrund giftige Pflanzen zu entdeckten sind. Thomanns Arbeiten sind frisch, verunsichern, faszinieren und begeistern, aber sie sind auch eine offene Kritik an denen, die sich heute mit Pillen von Innen her beständig neu zu designen versuchen.
Die Ausstellung im ART FORUM UTE BARTH lädt den Besucher ein, die Farbe Blau frei zu geniessen und ebenso neue Aspekte und Töne zum Thema zu entdecken und zu bestaunen.

Nachdenken, geniessen, sein.

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Ausstellung  27. März 2013 bis 18. Mai 2013

„Seriell”

mit Lucia Coray, Kevin Finklea und Iryna Pryval

Die Galerie Art Forum Ute Barth eröffnet am Mittwoch, 27. März 2013 die Ausstellung „Seriell“ mit 3 internationalen Künstlern: Kevin Finklea (* 1958, Philapdelphia USA), Lucia Coray (* 1957, Zürich) und Iryna Pryval (* 1987, Kiew/Nürnberg/München). Gezeigt werden Bilder und Skulpturen, farbig, fast gleich und doch variiert – repetitiv und dennoch spannend. Serielle Kunst at its best.

Das Prinzip der Wiederholung als Stilmittel erhält bei Kevin Finklea eine besondere Bedeutung durch das Recycling schon verwendeten Materials und zwar nicht im Sinne einer Resteverwertung, sondern im Sinne einer kreativen Montage. Für neue Werke greift Finklea zu Holzfragmenten und bereits gemischten Farben früherer Projekte. Dieses Arbeitskonzept setzt er seit 2007 in all seinen Wandobjekten um. Der Arbeitsprozess von Finklea, der durch die Adoption der vorgefundenen Formen und Farben bestimmt ist, kann als seriell definiert werden, insofern dieser in einer Endlosschleife immer und immer wiederholt werden kann. Seine Bildsprache basiert auf der Auseinandersetzung mit der Minimal Art und der Konkreten Kunst – sowohl in Bezug auf die reduzierten geometrischen Grundstrukturen als auch auf die Logik der variablen Kombinationsmöglichkeit, der Raum- und Kontextbezogenheit.

Das gezeichnete menschliche Gesicht ist das Leitmotiv in Lucia Corays Werk. Es taucht seit 1980 in unzähligen Variationen in ihrer Kunst auf. Die anfänglich zeichenhaften Elemente, die in einem strengen Raster aneinander gereiht wurden, entwickelten sich zu stilisierten, abstrakten Gestalten, die immer komplexer übereinander gelegt wurden. Auf diese Weise gebildete Reihungen und Verstrickungen auf den überlappenden Schichten bilden eine dichte gitterähnliche Struktur. Die intensive Auseinandersetzung mit Folge, Verknüpfung und System, die inhaltlich die Frage nach dem Spannungsverhältnis zwischen Einzelnem und Vielen oder zwischen Individuum und Gesellschaft berührt, führte die Künstlerin zu einer Reduktion und Abstraktion der Bildsprache. Es entsteht ein faszinierender Dialog von Repetition und Abweichung von Formelementen und rhythmischen Farbzusammenstellungen.

Iryna Pryval, geboren 1987, die als Meisterschülerin bei Professor Ottmar Hörl in Nürnberg studiert, steht noch ganz am Anfang ihrer Karriere. Sie beschäftigt sich mit Alltagserfahrung und -wahrnehmung.  In Anlehnung an vergangene Kunstbewegungen wie die Pop-Art und der Hyperrealismus, welche durch das Spiel mit der Oberfläche und der Materialentfremdung die Repräsentation von Realität in der bildenden Kunst in Frage stellten, macht die Künstlerin das Verhältnis zwischen Ästhetik und Alltag zu ihrem Gegenstand. In ihren Arbeiten zeigt sie mit einer Prise Ironie wie einfach unser Alltag durch leichte Überhöhung der Farbe und Form verfremdet werden kann. Die farbige Abbildung eines Hundes, die ähnlich wie Duan Hansons Skulpturen so real und deshalb auch so surreal aussieht, steht hier für das „Einfrieren des Blicks“, der kurzzeitlich die Wahrnehmung des Betrachters irritiert. Dies ermöglicht einen Einstieg zu einer imaginären Welt. Die pastellfarbigen, grauen oder schwarzen „Faltenformationen“ leiten sich aus Abstraktion und Transformation eines barocken Faltenentwurfs ab. Sie liegen oder räkeln sich über die Wände des Raumes und fesseln ihn.

Das serielle Bildsystem, eine Kunststrategie der Moderne, haben viele Künstler bereits seit Monet verwendet, um durch Wiederholungen und Variationen auf der strukturellen oder inhaltlichen Ebene herkömmliche visuelle Ausdrucksmittel, Materialien, Kompositionsschemata und sogar das Sehen und das Bild selbst in Frage zu stellen. In unserer Ausstellung „Seriell“  werden das Thema der Vielfältigkeit und die Bedeutung der Wiederholung als Stilmittel in der zeitgenössischen Kunst anhand drei ausgewählter, sehr unterschiedlicher Künstler sichtbar. Lucia Coray, Kevin Finklea  und Iryna Pryval stellen dabei jeweils die der Serie eigenen Verfahren von Wiederholung und Variation durch verschiedene Prinzipien dar.

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